Was ist ein ICO? Hier erfährst du alles was du über Initial Coin Offering wissen musst

Was ist ein ICO?

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ICO – Initial Coin Offering

ICO steht für Initial Coin Offering und bezeichnet eine Art und Weise, mit der sich Entwickler neuer Kryptowährungen finanzieren können. Im Prinzip handelt es sich dabei um ein Vorgehen, dass irgendwo zwischen Crowdinvesting und Crowdfunding angesiedelt ist. Die Entwickler der Kryptowährung verkaufen an Interessenten keine Anteile an ihrem Unternehmen, sondern sogenannte Tokens, welche bei Fertigstellung in Einheiten der neuen Kryptowährung umgetauscht werden können. Durch den Verkauf dieser Tokens finanziert sich das Projekt. Da es sich hierbei auch um einen Bereich handelt, in welchem viele Idealisten agieren, die vor allem an die Potenziale eines Vorhabens glauben, werden diese Zahlungen oft auch als Spenden bezeichnet.

Wie laufen ICOs ab?

Die Unterstützer kaufen die Tokens entweder mit anderen, bereits etablierten Kryptowährungen wie Bitcoin oder aber mit herkömmlichen Währungen wie US-Dollars.
ICOs haben in der Vergangenheit große Erfolge erzielen können. Allen voran wurde die Kapitalaufnahme für die Entwicklung von Ethereum im Rahmen eines ICOs durchgeführt, wobei ein Startguthaben von 18 Millionen Dollar erreicht werden konnte. Jene, die an diesem ICO teilnahmen konnten sich Einheiten der Kryptowährung zu einem Wert von gerade einmal 40 US-Cents sichern und damit zu einem Preis, der heute unvorstellbar ist. Es zeigt, wie hohe Gewinne durch die Teilnahme an ICOs tatsächlich möglich sind.

Was ist dabei zu beachten?

Trotz der vielfältigen positiven Beispiele gehen die Anleger bei ICOs ein großes Risiko ein. Wenn das Projekt nämlich fehlschlägt und die neuentwickelte Kryptowährung nichts wert ist, sind auch die Tokens nichts wert und das Investment verpufft. Hinzu kommt, dass der Markt für ICOs bisher vollkommen unreguliert und darum auch für Betrügereien sehr anfällig ist.

In Zukunft könnte sich das jedoch ändern. So haben mehrere größere Aufsichtsbehörden allen voran die US-Amerikanische Börsenaufsicht (die Securities and Exchange Commission) angekündigt, in Zukunft verstärkt auch den Bereich der ICOs zu beachten und möglicherweise auch die amerikanische Wertpapiergesetzgebung auf diesen anzuwenden. In Zukunft könnte sich hier also einiges zum Positiven verändern, indem die Risiken für die Teilnehmer deutlich verringert werden.

Was heißt das für die Zukunft?

Bisher ist in Hinblick auf ICOs auf jeden Fall große Vorsicht geboten, auch angesichts der stetig steigenden Zahl an in Frage kommenden Projekten. Hier den Überblick zu behalten kann schwerfallen. Es ist daher ratsam, sich vor einem etwaigen Investment zunächst in verschiedenen Foren auszutauschen und erst dann wirklich tätig zu werden. So kann man unliebsame Überraschungen zwar nicht verhindern, aber zumindest das Risiko minimieren. Und zuletzt sollte man immer auch berücksichtigen, dass ICOs nicht nur ein Investment darstellen, sondern vor allem auch der Unterstützung ambitionierter Ideen dienen und Spenden werfen schließlich selten Gewinn ab.

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About Author

Sebastian ist Gründer von Best-of-Crowdfunding.de sowie Inhaber einer Werbeagentur in Dortmund.

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