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Kickstarter startet Drip: Abos für Kreative als Konkurrenz zu Patreon

Kickstarter Drip startet neu: Seit 15. November 2017 können Kreative Abos für laufende Arbeit anbieten. 5 Prozent Gebühr, 61 Künstler zum Start. Die Einordnung.

Kickstarter startet Drip: Abos für Kreative als Konkurrenz zu Patreon

Kickstarter will Kreative nicht mehr nur bei einzelnen Projekten unterstützen: Mit Kickstarter Drip können Musiker, Zeichner, Podcaster und Filmemacher ab sofort monatliche Abos für ihre laufende Arbeit anbieten. Das Angebot zielt klar auf Patreon.

Was ist passiert?

Am 15. November 2017 hat Kickstarter Drip neu gestartet. Der Dienst stammt ursprünglich vom Musiklabel Ghostly International, Kickstarter hatte ihn 2016 kurz vor der geplanten Schließung übernommen. Bisher richtete sich Drip vor allem an Musiker, jetzt steht er allen Kreativen offen.

Zum Start ist Drip nur auf Einladung nutzbar, 61 Künstler haben bereits eine Abo-Seite. Weitere sollen Anfang 2018 dazukommen. Kickstarter behält 5 Prozent der Abo-Zahlungen ein, dazu kommen Gebühren für die Kreditkartenabwicklung. Wer die Plattform verlassen will, kann seine Daten und Inhalte exportieren.

Einordnung

Der Schritt ist logisch: Viele Kreative finanzieren auf Kickstarter ein Album oder einen Comic, stehen danach aber wieder ohne regelmäßige Einnahmen da. Ein Abo-Modell schließt diese Lücke. Gleichzeitig ist der Markt besetzt: Patreon hat sich als Standard für Mitgliedschaften etabliert, und Abos funktionieren nach anderen Regeln als eine einmalige Kampagne mit Ziel und Frist. Wie sich die Modelle unterscheiden, erklären wir im Vergleich der Crowdfunding-Plattformen.

Was daraus wurde

Drip hielt sich nicht lange. Im Oktober 2018 kündigte Kickstarter an, Drip in der bestehenden Form einzustellen und an die Gründer des XOXO-Festivals zu übergeben, die eine neue Version entwickeln sollten. Im Juni 2019 gaben diese das Projekt vor dem Start auf. Ihre Begründung: Sie hätten keinen Weg gefunden, das Geschäft tragfähig zu machen. Die verbleibenden Mittel gingen an Kickstarter zurück.

Kickstarter konzentriert sich seitdem wieder auf das, was die Plattform groß gemacht hat: einzelne Projekte mit klarem Ziel. Mehr zur Plattform steht in unserem Porträt der Kickstarter-Plattform.

Quellen

  1. Kickstarter reboots its Patreon competitor, Drip TechCrunch abgerufen am 8. November 2026
  2. Kickstarter's Drip takes on Patreon with subscription crowdfunding Engadget abgerufen am 8. November 2026
  3. Kickstarter hands Drip crowdfunding platform over to XOXO founders Engadget abgerufen am 8. November 2026
  4. Kickstarter Cancels Drip XOXO Artist Subscription Project Hypebot abgerufen am 8. November 2026

Themen Crowdfunding