Crowdinvesting - Crowdfunding für Unternehmen

Crowdinvesting – Crowdfunding für Unternehmen

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Crowdinvesting ist eine deutsche Wortschöpfung für das Equity-Based Crowdfunding und stellt eine von vier Untergruppen des Crowdfundings dar. Bei dieser Finanzierungsform wird von einer Vielzahl an Personen (Investoren, Anleger) gezielt in Startups und Unternehmen investiert. Die Geldgeber erhalten von den meist jungen Unternehmen stille Beteiligungen, Genussrechte oder partiarische Darlehen, mit der Hoffnung hohe Renditen zurück zu erhalten. Sollte das Unternehmen scheitern, besteht aber auch die Gefahr seinen kompletten Einsatz zu verlieren.

Entwicklung des Crowdinvestings

Profunder, als weltweit erste Plattform für Equity-Based Crowdfunding, konnte im Jahr 2009 das erste Finanzierungsprojekt erfolgreich beenden. Im Jahr 2011 wurde mit Seedmatch das erste deutsche Crowdinvesting-Portal gelauncht. Seitdem wächst das schwarmfinanzierte Investitionsvolumen kontinuierlich.

Im Jahr 2015 hat sich das Wachstum im Vergleich zu anderen europäischen Ländern allerdings erheblich reduziert, da seit dem 10. Juli 2015 die Rechte eines Crowd-Investors durch das Kleinanlegerschutzgesetz geschützt sind. Durch die gesetzlich vorgeschriebene Selbstauskunft und die Obergrenze für Investitionen von Privatpersonen wurden viele Fundings in Deutschland erschwert.

Wie funktioniert Crowdinvesting?

Beim Crowdinvesting sammelt der Geldnehmer Kapital von vielen kleinen Investoren ein. Die Vermittlung wird meist über Plattformen im Internet realisiert, die Investoren und Startups zusammenführen. Der grundlegende Ablauf bei dieser Schwarmfinanzierung ist nachfolgend beschrieben:

  1. Der Geldnehmer informiert sich über bestehende Crowdinvesting-Plattformen, die für seine Unternehmung am geeignetsten erscheinen.
  2. Ein geeignetes Portal wird für die Unternehmung ausgewählt.
  3. Grundlage für den Investitionsprozess bildet die von der Crowdinvesting-Plattform durchzuführende Prüfung und Unternehmensbewertung (Due Diligence) des Startups.
  4. Mindestfinanzierungsbetrag für die Kampagne und Mindestinvestitionsbetrag für Anleger wird gemeinsam bemessen.
  5. Über die ausgewählte Plattform werden die Kapitalgeber für das Unternehmen gesucht. Der Geldnehmer erhält auf dem Crowdinvesting-Portal ein Investmentprofil, das er mit weiterführenden Informationen füllen kann, beispielsweise durch den Businessplan oder ein Video.
  6. Die Dauer der Investmentphase wird gemeinsam bestimmt und die Kampagne kann starten.
  7. Wurde der Mindestfinanzierungsbetrag erreicht, erhalten die Anteilseigner die entsprechenden Beteiligungsverträge und der eingesammelte Betrag wird an den Geldnehmer ausgezahlt, abzüglich einer Provision für das beteiligte Portal.
    Wurde der Mindestfinanzierungsbetrag nicht erreicht, erhalten die Anleger ihre gezahlten Investitionen zurück.
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About Author

Sebastian ist Gründer von Best-of-Crowdfunding.de sowie Inhaber einer Werbeagentur in Dortmund.

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