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Kickstarter plant Blockchain-Protokoll: Viele Projektstarter drohen mit Abschied

Kickstarter Blockchain: Am 8. Dezember 2021 kündigt die Plattform ein dezentrales Crowdfunding-Protokoll auf Celo an. Viele Projektstarter reagieren mit Kritik.

Kickstarter plant Blockchain-Protokoll: Viele Projektstarter drohen mit Abschied

Die größte Crowdfunding-Plattform der Welt will ihre Technik grundlegend umbauen: Kickstarter Blockchain heißt das Vorhaben, das die Plattform am 8. Dezember 2021 vorgestellt hat. Die Reaktionen vieler Projektstarter fallen heftig aus.

Was ist passiert?

Kickstarter gründet eine eigenständige Organisation, die ein offenes, dezentrales Protokoll für die Kernfunktionen des Crowdfundings entwickeln soll. Andere Websites könnten das Protokoll später ebenfalls nutzen. Gebaut werden soll es auf der Blockchain Celo, die sich selbst als klimaneutral beziehungsweise CO₂-negativ bezeichnet, vor allem durch Kompensationsprojekte. Für Nutzer, so Kickstarter, ändere sich an der gewohnten Plattform zunächst nichts.

Die Kritik

Die Ankündigung trifft auf breite Ablehnung, besonders bei Projektstartern aus dem Brett- und Rollenspielbereich, die zu den wichtigsten Kunden der Plattform gehören:

  • Umwelt: Viele halten Blockchains grundsätzlich für schädlich, Kompensationen überzeugen sie nicht.
  • Ruf: Projektstarter fürchten, mit Krypto-Spekulation und Betrugsfällen in Verbindung gebracht zu werden.
  • Abwanderung: Mehrere bekannte Kreative kündigen an, künftig auf anderen Plattformen zu finanzieren.

Kickstarter verweist darauf, als Public Benefit Corporation einem geringen Umweltfußabdruck verpflichtet zu sein, und dass Celo als Proof-of-Stake-System deutlich weniger Energie verbrauche.

Einordnung

Für Unterstützer ändert sich kurzfristig nichts. Spannend ist, ob die Debatte Konkurrenten stärkt, denn für Brettspiele und Tabletop gibt es mit Gamefound bereits eine spezialisierte Alternative. Welche Plattformen infrage kommen, zeigt unser Vergleich der Crowdfunding-Plattformen.

Was daraus wurde

Kickstarter ruderte später zurück: Das Protokoll werde nur eingeführt, wenn es ausreichend getestet sei, und Projekte würden nicht automatisch darauf umgezogen. Die Kritik hatte trotzdem Folgen: 2022 kündigte BackerKit eine eigene Crowdfunding-Plattform an, auch als Antwort auf die Unzufriedenheit vieler Projektstarter. Rekordkampagnen wie das Buchprojekt von Brandon Sanderson liefen 2022 aber weiterhin auf Kickstarter.

Quellen

  1. Kickstarter plans to move its crowdfunding platform to the blockchain TechCrunch abgerufen am 8. November 2026
  2. Kickstarter pivots to blockchain, prompting major backlash NME abgerufen am 8. November 2026
  3. Kickstarter wants to become a blockchain company, but it also wants your approval Game Developer abgerufen am 8. November 2026

Themen Brettspiele Rollenspiele