KickstarterKampagne 2019

Snapmaker 2.0: Der modulare 3-in-1-Drucker mit 7,85 Mio. $

Snapmaker 2.0 sammelte 2019 auf Kickstarter 7.850.866 $ von 7.388 Unterstützern. Wie ein 3D-Drucker mit Laser und CNC-Fräse zum Rekord-Hardwareprojekt wurde.

Snapmaker 2.0: Der modulare 3-in-1-Drucker mit 7,85 Mio. $

3D-Drucker gehören zu den erfolgreichsten Hardware-Kategorien auf Kickstarter, und Snapmaker 2.0 setzte 2019 eine neue Bestmarke. Das modulare Gerät vereint drei Werkzeuge in einem und sammelte fast 7,9 Millionen Dollar ein. Damit war es damals das höchstfinanzierte 3D-Druck-Projekt der Plattform.

Was ist Snapmaker 2.0?

Snapmaker 2.0 ist eine modulare Werkstattmaschine für zuhause. Auf einer gemeinsamen Basis aus Linearmodulen lassen sich verschiedene Werkzeugköpfe montieren:

  • ein 3D-Druckkopf für Kunststoffteile,
  • ein Lasermodul zum Gravieren und Schneiden von Holz, Leder oder Papier,
  • ein CNC-Fräskopf zum Bearbeiten von Holz, Acryl und weichen Materialien.

Es gab drei Größen, A150, A250 und A350, die sich vor allem in der Arbeitsfläche unterschieden. Das Gehäuse aus Metall und die modulare Bauweise sollten Stabilität und Erweiterbarkeit verbinden.

Die Kampagne: Zahlen und Verlauf

Das Unternehmen aus Shenzhen hatte bereits 2017 mit dem ersten Snapmaker rund 2,2 Millionen Dollar auf Kickstarter eingesammelt. Die Kampagne für die zweite Generation endete am 6. Juni 2019 mit 7.850.866 $ von 7.388 Unterstützern. Der durchschnittliche Betrag lag bei über 1.000 Dollar, ein Zeichen dafür, dass viele Unterstützer die größeren Modelle und Zubehör wählten.

Bis 2022 blieb Snapmaker 2.0 das höchstfinanzierte 3D-Druck-Projekt auf Kickstarter, dann übertraf der AnkerMake M5 die Marke.

Warum die Kampagne so erfolgreich war

Drei Geräte zum Preis von einem. Für Maker mit begrenztem Platz und Budget war die Kombination aus 3D-Drucker, Laser und Fräse ein starkes Argument.

Eine Community aus der ersten Kampagne. Besitzer des Original-Snapmaker kannten das Unternehmen und wollten aufrüsten. Sie bildeten den Kern der frühen Unterstützer.

Sichtbare Ergebnisse. Die Kampagnenseite zeigte viele fertige Objekte aus allen drei Modi. Gerade bei Werkzeugen überzeugt das Ergebnis mehr als technische Daten.

Klare Varianten. Drei Größen machten die Entscheidung einfach und erlaubten es, den Preis an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Für wen sich ein 3-in-1-Gerät lohnt

Ein Kombigerät ist ein Kompromiss: Spezialisierte 3D-Drucker drucken oft schneller, eigenständige Laser schneiden leistungsstärker. Der Snapmaker 2.0 überzeugte vor allem Maker, Lehrkräfte und kleine Werkstätten, die mit begrenztem Platz alle drei Verfahren ausprobieren wollten. Für sie wog die Vielseitigkeit schwerer als die maximale Leistung in einem einzelnen Bereich.

Was wurde aus Snapmaker 2.0?

Die Geräte wurden an die Unterstützer ausgeliefert und anschließend regulär verkauft. Snapmaker baute die Produktlinie mit Gehäusen, weiteren Modulen und dem größeren Artisan aus. In einem Vortrag, den der Kickstarter-Blog 2025 veröffentlichte, räumte das Unternehmen ein, mit den Produkten des Jahres 2022 die Bedürfnisse der Nutzer verfehlt zu haben. Die Antwort war ein stärkerer Fokus auf die Community, etwa durch ein Testprogramm mit erfahrenen Nutzern. Das Ergebnis: Der Snapmaker U1 sammelte 2025 über 20 Millionen Dollar.

Was Gründer von Snapmaker lernen können

  • Mehrwert durch Kombination: Ein Gerät, das mehrere ersetzt, rechtfertigt auch einen höheren Preis.
  • Erste Kampagne als Fundament: Zufriedene Kunden der ersten Generation sind die besten Unterstützer der zweiten.
  • Ergebnisse zeigen: Bei Werkzeugen verkaufen fertige Werkstücke besser als Spezifikationen.
  • Fehler offen aufarbeiten: Wer Fehltritte zugibt und die Community stärker einbindet, kann verlorenes Vertrauen zurückgewinnen.

Welche Plattform für Hardware geeignet ist, erklärt unser Beitrag zur Kickstarter-Plattform. Alle Top-Projekte des Jahres zeigt Die besten Kickstarter-Projekte 2019.

Häufige Fragen

Wie viel hat Snapmaker 2.0 auf Kickstarter eingesammelt?

Die Kampagne endete am 6. Juni 2019 mit 7.850.866 US-Dollar von 7.388 Unterstützern. Damit war Snapmaker 2.0 zu diesem Zeitpunkt das höchstfinanzierte 3D-Druck-Projekt auf Kickstarter.

Was kann der Snapmaker 2.0?

Der Snapmaker 2.0 ist modular aufgebaut. Mit austauschbaren Werkzeugköpfen arbeitet er als 3D-Drucker, als Lasergravierer und als CNC-Fräse. Es gab ihn in drei Größen: A150, A250 und A350.

Welche Kampagnen hat Snapmaker noch durchgeführt?

Die erste Kampagne für den Original-Snapmaker brachte 2017 rund 2,2 Millionen Dollar. 2025 sammelte der Snapmaker U1 über 20 Millionen Dollar und wurde damit zum höchstfinanzierten 3D-Drucker auf Kickstarter.

Quellen

  1. List of highest-funded crowdfunding projects Wikipedia abgerufen am 7. November 2026
  2. Case Study: What's at the Center of Snapmaker's Multi-Million Dollar Success? Kickstarter Blog abgerufen am 7. November 2026
  3. Snapmaker 2.0: Modular 3-in-1 3D Printers (Kampagnenseite) Kickstarter abgerufen am 7. November 2026

Themen 3D-Druck