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Pebble-Server gehen vom Netz: Rebble hält die Kickstarter-Uhren am Leben

Pebble und Rebble: Fitbit schaltet am 30. Juni 2018 die Pebble-Server ab. Freiwillige übernehmen die Dienste, damit die Kickstarter-Smartwatches weiterlaufen.

Pebble-Server gehen vom Netz: Rebble hält die Kickstarter-Uhren am Leben

Für die Pebble beginnt ein neues Kapitel: Am 30. Juni 2018 schaltet Fitbit die Server der Smartwatch ab, die 2012 mit einer Rekordkampagne auf Kickstarter berühmt wurde. Dass die Uhren trotzdem weiter funktionieren, liegt an der Initiative Pebble Rebble.

Was ist passiert?

Fitbit hatte Ende 2016 wesentliche Teile von Pebble übernommen, das Unternehmen stellte den Betrieb ein. Die Pebble-Dienste liefen danach noch weiter, länger als zunächst erwartet. Zum 30. Juni 2018 ist nun Schluss. Grundfunktionen wie Uhrzeit, Benachrichtigungen und Schrittzähler bleiben erhalten. Ohne Server fallen aber die Installation neuer Apps und Zifferblätter, die Spracherkennung und Antworten auf SMS und E-Mails weg.

Rebble springt ein

Hinter Rebble stehen Freiwillige aus der Pebble-Community, darunter die frühere Pebble-Entwicklerin Katharine Berry. 16 Tage vor der Abschaltung öffnete Rebble die Anmeldung: Wer seine Uhr weiter voll nutzen will, legt ein Rebble-Konto an und verbindet die Pebble-App damit. Laut Rebble sind zum Stichtag noch nicht alle Dienste fertig. Fitbit habe bei der Übergabe aber sehr geholfen.

Einordnung

Der Fall zeigt eine Schwäche vieler Crowdfunding-Produkte: Hardware hängt oft an Diensten des Herstellers. Verschwindet die Firma, verlieren Unterstützer Funktionen, für die sie bezahlt haben. Bei der Pebble rettet eine engagierte Community das Produkt. Die Geschichte der Kampagne steht in unserem Klassiker zur Pebble auf Kickstarter, weitere Rekordprojekte in den Kickstarter-Highlights.

Was daraus wurde

Im Januar 2025 veröffentlichte Google, das Fitbit inzwischen übernommen hatte, den Quellcode des Pebble-Betriebssystems. Ausgenommen sind nur Teile für Chipsatz und Bluetooth. Pebble-Gründer Eric Migicovsky gründete daraufhin Core Devices und kündigte neue Pebble-Uhren an. Im November 2025 erklärte er, die gesamte Software rund um die neuen Pebble-Uhren sei nun quelloffen: Betriebssystem, App, Entwicklerwerkzeuge und App-Store. Aus einem Kickstarter-Projekt von 2012 ist so ein Produkt geworden, das seinen Hersteller überlebt hat.

Quellen

  1. Come 30 June, the lights will be switched off Wareable abgerufen am 8. November 2026
  2. Save Your Pebble Smartwatch with Rebble TidBITS abgerufen am 8. November 2026
  3. Get ready to Rebble Rebble abgerufen am 8. November 2026
  4. Google open-sources the Pebble smartwatch's software, and its creator is making a new model Engadget abgerufen am 8. November 2026
  5. Pebble, the e-ink smartwatch that refuses to die, just went fully open source The Register abgerufen am 8. November 2026

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