The 7th Continent: Wie ein Abenteuer-Kartenspiel 7 Mio. $ einsammelte
The 7th Continent sammelte 2017 mit der zweiten Kickstarter-Kampagne 7,07 Mio. $ ein. Wie Serious Poulp mit einem Nachdruck mehr erreichte als mit dem Original.

The 7th Continent zeigt, dass die zweite Kampagne oft größer wird als die erste. Das französische Studio Serious Poulp sammelte 2017 mit einem Nachdruck samt neuen Erweiterungen über 7 Millionen Dollar ein, ein Vielfaches des ursprünglichen Kickstarter-Ergebnisses. Damit gehört das Spiel zu den erfolgreichsten Kickstarter-Projekten des Jahres.
Was ist The 7th Continent?
The 7th Continent ist ein kooperatives Abenteuer-Kartenspiel für ein bis vier Personen, entwickelt von Ludovic Roudy und Bruno Sautter. Die Spieler sind Entdecker im Jahr 1907, die auf einen neu gefundenen Kontinent zurückkehren, um einen Fluch zu brechen. Die Landkarte entsteht Karte für Karte: Wer einen Weg erkundet, deckt neue Gebiete auf, ähnlich wie in einem Spielbuch, in dem man selbst entscheidet, wie es weitergeht.
Besonders ist das Speichersystem. Ein Abenteuer kann viele Stunden dauern, und das Spiel lässt sich jederzeit unterbrechen und später fortsetzen. Für ein Kartenspiel war das bei Erscheinen ungewöhnlich.
Die Kampagne: Zahlen und Verlauf
Die zweite Kampagne mit dem Titel „What Goes Up, Must Come Down“ lief vom 26. September bis zum 19. Oktober 2017. Sie kombinierte einen Nachdruck des Grundspiels mit neuen Erweiterungen und Upgrade-Paketen für Besitzer der Erstauflage.
Bereits nach wenigen Tagen lag die Summe mit rund 1,7 Millionen Dollar über dem Ergebnis der ersten Kampagne. Am Ende standen 7.072.757 $ auf dem Zähler. Laut CrowdCrux war das eines der zehn höchstfinanzierten Kickstarter-Projekte des Jahres 2017.
Warum die Kampagne so erfolgreich war
Mundpropaganda nach der ersten Auflage. Zwischen den beiden Kampagnen hatte sich das Spiel einen Ruf als besonderes Erlebnis erarbeitet. Viele, die die erste Kampagne verpasst hatten, warteten auf eine zweite Chance.
Ein Angebot für alte und neue Unterstützer. Neueinsteiger bekamen das komplette Spiel, Besitzer der Erstauflage konnten gezielt Erweiterungen und Upgrades kaufen. So sprach die Kampagne beide Gruppen an, ohne die treuen Fans zu verärgern.
Exklusive Kickstarter-Inhalte. Die „Collector Edition“ war ausschließlich für Kickstarter-Unterstützer erhältlich. Das schuf einen klaren Grund, in der Kampagne zu bestellen statt auf den Handel zu warten.
Ein starkes, leicht erklärbares Konzept. „Erkunde einen verfluchten Kontinent Karte für Karte“ ist ein Versprechen, das sich in einem Satz erzählen lässt. Das erleichtert die Weiterempfehlung enorm.
Für wen eignet sich The 7th Continent?
Das Spiel richtet sich an Gruppen und Solospieler, die lange, zusammenhängende Abenteuer mögen und gerne gemeinsam knobeln. Wer schnelle, abgeschlossene Partien sucht, ist mit anderen Spielen besser bedient. Gerade diese klare Zielgruppe war für die Kampagne aber ein Vorteil: Die Projektseite musste niemanden überzeugen, der das Konzept nicht mochte, sondern konnte sich ganz auf die Fans von Spielbüchern und Erkundungsspielen konzentrieren.
Was wurde aus The 7th Continent?
Laut Serious Poulp sind alle Auslieferungen der ursprünglichen Kampagne und der Kampagne „What Goes Up, Must Come Down“ abgeschlossen. Später brachte das Studio eine „Classic Edition“ in den Handel und finanzierte mit The 7th Citadel einen geistigen Nachfolger über Kickstarter. Auch die Kampagne „Return to the 7th Citadel“ zählte 2024 laut Kickstarter zu den zehn höchstfinanzierten Tabletop-Projekten des Jahres.
Was Gründer von The 7th Continent lernen können
- Die zweite Kampagne ist eine Chance: Wer ein gutes Produkt geliefert hat, kann mit einem Nachdruck ein Vielfaches erreichen.
- Alte Unterstützer nicht vergessen: Upgrade-Pakete verhindern, dass sich frühe Fans benachteiligt fühlen.
- Exklusivität begründen: Kickstarter-exklusive Inhalte geben einen klaren Anreiz, jetzt zu unterstützen.
- Das Konzept in einem Satz: Je einfacher sich ein Produkt erklären lässt, desto leichter verbreitet es sich.
Ein anderes Beispiel für eine erfolgreiche zweite Kampagne ist Gloomhaven. Alle Top-Projekte des Jahrgangs findest du unter Die besten Kickstarter-Projekte 2017.
Häufige Fragen
Wie viel hat The 7th Continent auf Kickstarter eingesammelt?
Die zweite Kampagne „What Goes Up, Must Come Down“ endete am 19. Oktober 2017 mit 7.072.757 US-Dollar. Schon in den ersten Tagen übertraf sie das Ergebnis der ersten Kampagne.
Worum geht es in The 7th Continent?
Die Spieler erkunden im Jahr 1907 einen neu entdeckten Kontinent, um einen Fluch zu brechen. Die Welt entsteht Karte für Karte, ähnlich wie ein Spielbuch, in dem man seinen eigenen Weg wählt.
Wurde The 7th Continent ausgeliefert?
Ja. Laut Serious Poulp sind alle Auslieferungen der ursprünglichen Kampagne und der Kampagne „What Goes Up, Must Come Down“ abgeschlossen.
Quellen
- The 7th Continent: What Goes Up, Must Come Down (Kampagnenseite) Kickstarter abgerufen am 7. November 2026
- Top-funded Kickstarter projects of 2017 CrowdCrux abgerufen am 7. November 2026
- I backed the game on Kickstarter but I did not receive my reward Serious Poulp Support abgerufen am 7. November 2026
- The 7th Continent Wikipedia abgerufen am 7. November 2026


